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Die gesattelte Kannenpflanze (Nepenthes ephippiata, 1928)
 
Verbreitung: G. Raja, Hose-Mountains und  zentral Borneo.
 
Artmerkmale: Die Hochkannen von Nepenthes ephippiata sind sehr bauchig und in der Mitte etwas eingeschnürt, die Kannenöffnung ist nach hinten ausladent und besitzt im Gegensatz zu den Jungkannen ein sehr schmales Peristom. Der sehr große, stark gewölbte Deckel, ist weit nach hinten gerichtet und besitzt zahlreiche Nektardrüsen,  die eine weisse, zuckerartige Flüssigkeit absondern. Der Deckel ist  mit zahlreichen, kurzen, aber festen Borsten besetzt. Nepenthes ephippiata ist sehr nahe mit Nepenthes lowii verwandt.
 
Besonderheiten: Ältere Pflanzen, die sich schon im Rankwuchs befinden, besitzen an der Blattbasis einen schuppenartigen Fortsatz, der einem Sattel sehr ähnlich sehen soll. Bis man diese namensgebende Eigenschaft jedoch in Kultur beobachten kann,  wird es wohl noch einige Jahre dauern, da es noch keine derart großen Pflanzen in Kultur zu geben scheint.
 
Kulturspezifische Hinweise: Es gibt zwei Klone in Kultur von Nepenthes ephippiata, der eine stammt vom G. Raja (Schwaner-Gebige), der andere von den Hose- Mountains. Die Pflanzen vom Hose-Gebirge sind wohl deutlich wüchsiger. Sie wurden früher zu N. lowii gerechnet, und stehen wohl systematisch auch näher bei dieser Art. Beide bevorzugen in Kultur einen sehr hellen Standort und mögen es sehr, wenn sie ihre Kannen in lebendem Sphagnum vergraben oder irgendwo auflegen können. Nachttemperaturen von ca. 12-15 °C sind empfehlenswert.
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Die Lowsche Kannenpflanze (Nepenthes lowii, 1859)
 
Verbreitung: Gunung Trus Madi, G. Mulu, G. Murud und (Mt. Kinabalu, dort vermutlich ausgestorben)
 
Artmerkmale: Die Kannen von Nepenthes lowii, sind im unteren Teil bauchig und weisen in der Mitte eine starke Einschnürung auf, der obere Teil der Kanne ist trichter- förmig geweitet, die Kannenöffnung ist dabei sehr weit nach hinten gezogen. Der stark nach hinten geneigte Deckel ist mit zahlreichen Nektardrüsen und langen Borsten bestezt.
 
Besonderheiten: Mit der Produktion der Hochkannen bedient sich Nepenthes lowii  zusätzlich einer anderen,  vielleicht sogar besseren Methode der Nähr- stoffbeschaffung. Um an die zusätzlichen Nährstoffe in Form von Vogelkot  zu gelangen, musste sich N. lowii einen Trick einfallen lassen, damit sich Vögel überhaupt auf der Kanne niederlassen. Somit produziert sie, an ihrem weit nach hinten gerichteten Deckel einen weissen, an der Luft kristallisierenden und zuckerhaltigen Nektar, welcher die Vögel anlocken soll. Die langen Borsten geben dem "Zuckerhaufen" den nötigen Halt, damit er vom Regen nicht  weg- gespült wird. Die Kannenform ist so genial, dass ein nektarnaschender Vogel, der in die Kannenöffnung abkotet, der Pflanze eine plötzliche Nährstoffzufuhr ermöglicht. Neben den Tierexkrementen dienen aber weiterhin auch Kleintiere als Nahrung.
 
Kulturspezifische Hinweise:  Nepenthes lowii ist im Jugendstaduim noch relativ robust und wächst einigermassen rasch zu einer mittelgroßen Pflanze heran, ältere Pflanzen jedoch sind weniger wüchsig und benötigen unbedingt kühlere Nächte! Bis zu einer Höhe von ca. 50-60 cm scheint N. lowii ihre Hochkannen in Kultur lieber irgendwo zu verankern oder auf dem Boden ablegen zu wollen. Freihängende Kannen scheinen erst bei höheren Pflanzen gebildet zu werden.
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