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Allgemeines:  Die Gattung Nepenthes besiedelt mit ca. 100 Arten fast den
ganzen südostasiatischen Raum. Das Verbreitungsgebiet reicht von Madagaskar, den Seychellen nach Indien und Sri Lanka, von der südostasiatischen Inselgruppe bis hin ins nördliche Australien. Das Hauptverbreitungsgebiet stellen aber die beiden Inseln Sumatra und Borneo dar. Die Gattung Nepenthes unterscheidet man in zwei Gruppen, die Tieflandarten, die bis 1000 m ü. N.N. und in die Hochlandarten, welche in Höhenlagen von 1000 m bis 3000 m vorkommen, die Übergänge sind aber meist fliesend.
Die oft über 2000 Meter hohen und nebelverhangenen Berge der beiden Inseln Sumatra und Borneo beherbergen die interessantesten Hochlandarten unter den Nepenthaceen. Auf Sumatra bleiben die Arten aber meist zierlicher und wirken in ihrer Gestalt sehr zerbrechlich, viele der Sumatra-Endemiten sind sehr nahe miteinander verwandt,  ganz anders die Kannenpflanzen auf Borneo, die mit ihren Bodenrosetten einen Durchmesser von einem Meter und mehr erreichen können. Wie die Sumatra Arten auch, können sie bis zu 10 Meter die Bäume emporklettern.  Bei den Borno-Nepenthaceen aber handelt es sich oft um stark verholzende Pflanzen, deren meist bizarre Kannen bis zu 50 cm Größe bei drei Litern Fassungsvermögen erreichen können. Diese Eigenschaften machen die Nepenthaceen der Insel Borneo nicht nur zu den spektakulärsten, sondern auch zu den größten karnivoren Pflanzen der Erde.
 
Temperatur:  Für die Kultur der Hochland-Arten sollten die Durchschnitts- temperaturen am Tag ca. 25-28 °C und in der Nacht zwischen 10-15°C betragen. Damit die Kannenbildung nicht beeinträchtigt wird sollte die Luftfeuchtigkeit  immer zwischen 75 - 95 % gehalten werden. Bei großen Terrarien ist der Einsatz eines Ultraschallzerstäubers von großem Vorteil, da man mit ihm die Luft- feuchtigkeit sehr gut steuern kann. Wenn ein Nebler eingesetzt wird sollte auch auf genügend Luftzikulation geachtet werden, dies erreicht man z.B. mit einem Lufumwälzer der für den Einsatz in feuchten Räumen entspechend abgedichtet ist.
 
Licht:  Für kleine Nepenthes reichen in der Regel einfache Leuchtstoffröhren aus, wenn die Pflanzen aber mit der Zeit größer werden (in den Langtrieb gehen) und größere bzw. höhere Terrarien erforderlich sind, hat sich der Einsatz wie auch bei Heliamphora, von Metalldampflampen, vorallem aber die, der Natriumdampf-Hochdruckarmaturen bewährt.
 
Substrat:  Als Substrat für alle jüngeren Nepenthes kann reines, lebendes oder totes Sphagnum verwendung finden, bei größeren Pflanzen vorallen bei den Borneo - Arten bietet sich dann ein Torf-Sandgemisch im Verhältnis 1:1 o. 1:2 besser an. Die Sumatra- Arten bevorzugen meist reines Sphagnum, hier kann je nach Wunsch auch zwischen lebendem und totem Shpagnum gewählt werden.
 
Bewässerung:  Die Bewässerung erfolgt am besten von oben, gegossen wird je nach Kulturbedingen 1 -3 mal die Woche. Staunässe ist über einen längeren Zeitraum unbedingt zu vermeiden! Wer keinen Nebler einsetzt, der sollte seine Pflanzen einmal täglich besprühen, es ist aber auch kein Weltuntergang wenn dies einmal ein paar Tage lang, nicht der Fall sein sollte. ;-)
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