![]() ![]() ![]() Die Anlagen: Das Indoorhouse ;-) ![]() Wie es zum Indoor-Gewächshaus kam: Noch vor einigen Jahren kultivierte ich meine Hochland-Karnivoren in zwei 60x80x50cm (BxHxT) Terrarien unter einer 400W Natriumdampf-Hochdrucklampe, sozusagen mitten im Wohnraum mit nur sehr bescheidenen Erfolgen. Nach dem Umzug aufs Land, bot sich mir die Möglichkeit, meine zwei Terrarien in einem seperaten Zimmer unterzubringen, welches in den Wintermonaten unbeheizt blieb. So konnte ich zumindest im Winter meinen Hochland-Arten die nötigen tiefen Temperaturen bieten, worauf sich auch die Gesundheit und das Wachstum meiner Pflanzen deutlich verbesserte. Motiviert von den Kulturerfolgen wuchs natürlich auch die Anzahl der Pflanzen durch ständige Neuzugänge rasch an. Als jedoch irgendwann kein Platz mehr in den Terrarien war, und sich die Pflanzen schon gegenseitig behinderten, mussten neue geräumigere Terrarien angeschafft werden. Ich fragte also bei diversen Terrarienbauern nach Sonderanfertigungen an, und wurde jedesmal von den stolzen Preisen regelrecht umgehauen. Die Preisspanne reichte von noch erträglichen 650 Euro, bis wucherartigen 2500 Euro pro Stück (wahrscheinlich aus Kristallglas mit Plattgoldveredelung). Während meiner Suche nach geeigneten Terrarien in den passenden Größen, stieß ich im Dehner auf ein kleines Hobbygewächshaus für rund 380 Euro. In diesem Moment schoss mir die Idee in den Kopf, dieses Gewächshaus nicht in den Garten zu stellen, wie ja eigentlich üblich, sondern es einfach als "begehbares Terrarium" in meinem Pflanzenzimmer zu nutzen. Daraufhin begann eine ca. sechsmonatige Planungs- und Umsetzungsphase. Benötigte Materialien: Für die Umsetzung dieses Indoor-Gewächhauses verwendete ich unter anderem folgende Materialien: -Dämm-Matten und Luftpolsterfolie als Unterlage für die Bodenplatten und zum Schutz des Fußbodens. -Vier 19mm starke und 1x1,2 Meter große MDF Platten als Aufstellfläche für das Gewächshaus. -Ca. 20qm wasserabweisende sowie witterungsbeständige PVC-Planen und Hartschaumplatten zum abdichten und verkleiden des Innenraumes -Sechs 100x40x40 cm Aquarien aus dem Dehner. -Eine Menge Styropor zum ausstopfen der Becken um später Torf und Gewicht zu sparen. -Ca. 500L Torf zum befüllen der Glasbecken. Technisches Zubehör: Für den Betrieb des Gewächshauses wird folgende Technik eingesetzt: -Zwei analoge Zeitschaltuhren zur Steuerung der Lichtperioden sowie Nebel- und Luftumwälzung. -Zwei 400 Watt starke Natriumdampf-Hochdrucklampen mit einer Brenndauer von 13 Stunden täglich. Derzeit überlege ich die Anschaffung einer dritten, 250 Watt starken Natriumdampflampe. -Ein Burg BH 840-E Nebler zur Luftbefeuchtung -Ein Luftumwälzer für feuchte Räume (spritzwassergeschützt), läuft parallel mit dem Nebler. Leistung ca. 130m³ Luft pro Stunde. Abmessungen: Breite: 193 cmLänge: 223 cmHöhe: 194 cmFazit: Druch die Vereinigung der Vorteile einer Gewächshaus- und Terrarienkultur, ist es mir gelungen, ein für Hochland-Karnivoren fast schon perfektes Mikroklima zu schaffen, welches sich durch eine sehr gute Luftzirkulation und konstante Luftfeuchtigkeit sowie durch ein ganzjährig gleichbleibendes Lichtangebot auszeichnet. Dies ermöglicht es mir, auch die anspruchsvollsten Hochlandarten ohne größere Komplikationen zu kultivieren. Ich werde vielleicht später einmal, eine kleine Zusammenfassung der Probleme z.B. Kondenswasser-Problematik und meine Lösungen dafür vorstellen. ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Copyright (c) Robert Severitt |